Ernst Breidenbach

Ernst Breidenbach



erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Vorschulalter und studierte nach dem Abitur an der Akademie für Tonkunst Darmstadt und der Musikhochschule Köln. Seine wichtigsten Lehrer waren Werner Hoppstock, Rainer Hoffmann, Aloys Kontarsky und Günter Ludwig. 1980, noch während seiner Studienzeit, erhielt der 24-Jährige seine erste Anstellung als Klavierpädagoge am Konservatorium der Akademie für Tonkunst in Darmstadt.

Seine Konzertkarriere begann als Preisträger im Bundeswettbewerb der Arbeitsgemeinschaft der Konservatorien, Akademien und Hochschulinstitute der Bundesrepublik Deutschland. Erste Soloauftritte, u.a. als Solist in Mozarts Klavierkonzert Es-Dur (KV 482) unter der Leitung von Mathias Husmann in Darmstadt, wurden von der Presse¹) enthusiastisch gefeiert.

Zahlreiche Rundfunk- (HR, BR, DeutschlandRadio, MDR, SWR) und
CD-Produktionen dokumentieren inzwischen seine künstlerische Arbeit:
so hat er auf Einladung des HR als Solist mit dem SO Frankfurt unter Leitung von Lucas Vis und mit Mitgliedern des Ensemble Modern unter Frank Ollu zusammengearbeitet. Auch die Einspielung der Klavierwerke Sigfrid Karg-Elerts für cpo auf 4 CD´s, die Klavierwerke des 20. Jahrhunderts und seine Aufnahmen der Bach- und Händelvariationen von Max Reger und Johannes Brahms dokumentieren wichtige künstlerische Stationen. Eine besondere Rarität stellen dabei die Einspielungen der wichtigsten Duos für Kunstharmonium und Klavier auf 3 CD´s mit Johannes Michel dar. Die Alexandre Guilmant Duo-CD wurde von der Zeitschrift FonoForum (3/2001) mit dem Stern des Monats ausgezeichnet.

Als Liedpianist sind neben der Konzerttätigkeit die in jüngerer Zeit entstandenen Einspielungen mit dem lyrischen Tenor Markus Schäfer für NCA zu nennen: je eine Auswahl der Lieder Sigfrid Karg-Elert´s und Max Reger´s. Daran anknüpfend betreuten beide Künstler als Herausgeber die Veröffentlichung einer Auswahl der Karg-Elert Lieder für Bärenreiter und leiteten Meisterkurse in Leipzig und Darmstadt.

2011 / 12 entstehen Aufnahmen mit dem Geiger Christoph Schickedanz: eine Werkauswahl für Violine und Klavier des deutsch-niederländischen Komponisten Julius Röntgen für cpo in Koproduktion mit DeutschlandRadio.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die regelmäßige Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten, wie etwa die mit Reinhold Finkbeiner bis zu dessen Tod im Frühjahr 2010 oder mit Marko Zdralek, einem der interessantesten deutschen Komponisten der jüngeren Generation.



¹) Der Pianist gab bei Mozarts Klavierkonzert eine beeindruckende Vorstellung. Sein ausgeglichenes, heiter anmutendes Spiel zeigte Mozart als den „Götterliebling“, wie er im Buche steht. Das Konzert gewann durch die Bestimmtheit in der plastischen Gestaltung des Klavierparts, durch dessen Ebenmaß, das von keinen unnötigen Forcierungen beeinträchtigt wurde, so viel an Faszination, dass man es gerne öfter hören würde.
(Dr. Jo Trillig, Darmstädter Echo 1981)


Er besitzt Klangsinn und eine Anschlagskultur, die es ihm erlauben, gesangliche Linien expressiv auszuspielen, virtuoses Figurenwerk als „Kontrapunkt“ – nicht als Selbstzweck – darzustellen, markante Oktav- und Akkordstellen ohne falsche Zurückhaltung, aber auch ohne übertriebenes Pathos herauszuheben.
(Prof. Dr. Klaus Trapp, Darmstädter Tageblatt 1981)